Google Maps „Meine Zeitleiste“ – So schnell zebröckelt Ihr falsches Alibi

meine_zeitleisteWer braucht schon die Vorratsdatenspeicherung, wenn es doch Google gibt! Der Suchmaschinengigant hat seinem Kartendienst Google Maps ein neues Feature spendiert: die sogenannte Zeitleiste. Dies wird neben vielen Usern sicherlich auch die Strafverfolgungsbehörden freuen.

Wer ein Smartphone mit dem Betriebssystem Android sein Eigen nennt, kann sich nun bequem anzeigen lassen, wo er sich vor ein paar Tagen aufgehalten hat. Und wenn das der Handybesitzer kann, kann es natürlich auch die Polizei. Gelangt sie in den Besitz des Smartphones, haben die Ermittler Zugriff auf das komplette Bewegungsprofil des Besitzers. Einfach die App „Maps“ starten, im App-Menü den Reiter „Meine Zeitleiste“ auswählen und schon kann jeder nachsehen, wo sich der Besitzer mit seinem Telefon überall aufgehalten hat. Weiterlesen

Truecrypt – sicherer als die Polizei erlaubt!

truecrypt_dvdUm das plötzlichen Ende der Weiterentwicklung der Verschlüsselungssoftware Truecrypt ranken sich viele Mythen. Insbesondere die Frage, ob eine Verschlüsselung mit Truecrypt noch als sicher gelten kann, wurde in der Netzwelt heiß diskutiert. Um mein persönliches Fazit vorwegzunehmen: eine Datenverschlüsselung mit Truecrypt ist nach derzeitigem Stand für den Gebraucht durch den Ottonormalbürger – ein entsprechend starkes Passwort vorausgesetzt – weiterhin als sicher zu bewerten. Mir ist aus meiner Tätigkeit als Strafverteidiger bislang kein Fall persönlich bekannt, in dem es Strafverfolgungsbehörden gelungen ist, mit Truecrypt verschlüsselte Daten zu entschlüsseln.

Vielmehr scheinen Staatsanwaltschaften und Polizei Truecrypt selbst als so sicher einzustufen, dass sie ihre eigenen Daten mit Truecrypt vor unbefugtem Zugriff schützen. Wir erhalten in unserer Kanzlei regelmäßig Datenträger von Ermittlungsbehörden, die mittels Truecrypt verschlüsselt wurden. Mittlerweile verwenden die Behörden sogar entsprechend starke Passwörter wie „#mitG3F4ngEN_miTGehaNg3n!-„. Sehr fortschrittliche Behörden übermitteln das Passwort sogar auf einem anderen Weg als sie den Datenträger versendet hat. Weiterlesen