Truecrypt — sicherer als die Polizei erlaubt!

truecrypt_dvdUm das plötz­li­chen Ende der Wei­ter­ent­wick­lung der Ver­schlüs­se­lungs­soft­ware True­crypt ran­ken sich vie­le Mythen. Ins­be­son­de­re die Fra­ge, ob eine Ver­schlüs­se­lung mit True­crypt noch als sicher gel­ten kann, wur­de in der Netz­welt heiß dis­ku­tiert. Um mein per­sön­li­ches Fazit vor­weg­zu­neh­men: eine Daten­ver­schlüs­se­lung mit True­crypt ist nach der­zei­ti­gem Stand für den Gebraucht durch den Otto­nor­mal­bür­ger — ein ent­spre­chend star­kes Pass­wort vor­aus­ge­setzt — wei­ter­hin als sicher zu bewer­ten. Mir ist aus mei­ner Tätig­keit als Straf­ver­tei­di­ger bis­lang kein Fall per­sön­lich bekannt, in dem es Straf­ver­fol­gungs­be­hör­den gelun­gen ist, mit True­crypt ver­schlüs­sel­te Daten zu ent­schlüs­seln.

Viel­mehr schei­nen Staats­an­walt­schaf­ten und Poli­zei True­crypt selbst als so sicher ein­zu­stu­fen, dass sie ihre eige­nen Daten mit True­crypt vor unbe­fug­tem Zugriff schüt­zen. Wir erhal­ten in unse­rer Kanz­lei regel­mä­ßig Daten­trä­ger von Ermitt­lungs­be­hör­den, die mit­tels True­crypt ver­schlüs­selt wur­den. Mitt­ler­wei­le ver­wen­den die Behör­den sogar ent­spre­chend star­ke Pass­wör­ter wie “#mitG3F4ngEN_miTGehaNg3n!-”. Sehr fort­schritt­li­che Behör­den über­mit­teln das Pass­wort sogar auf einem ande­ren Weg als sie den Daten­trä­ger ver­sen­det hat. Wei­ter­le­sen